Bioland(betrieb) Helde: Wirtschaften im Kreislauf der Natur

Wer herausfinden will, warum die Produkte aus dem Hause Helde so hervorragend schmecken und bekömmlich sind, beginnt die Suche am Besten in den Jechtinger Weinbergen. Dort, wo unter dem Schild „Wir arbeiten Hand in Hand mit der Natur“ ein Rosenstock blüht, wo der würzige Duft von Blumen und Kräutern in die Nase steigt und wo es in der Luft sirrt und brummt. Echtes „Bioland“ eben, wie es dem gleichnamigen Anbauverband entspricht, dem sich die Familie Norbert Helde seit Anfang der 90er Jahre verpflichtet hat. Durch breit angelegte Grünstreifen zwischen den Rebstöcken entstehen üppige Lebensräume für Insekten und Nützlinge und wird für eine gute Durchlüftung gesorgt. Und ganz wichtig: Es kommt viel Sonne durch, die letztlich auf die Trauben und damit deren Qualität abstrahlt.

 

Abgesehen davon, dass Blütenpracht und Artenvielfalt schön fürs Auge sind, bildet die ökologische Bewirtschaftung die Grundlage für einen gesunden und lockeren Humusboden, der reich an Nährstoffen, Mineralien und Stickstoff ist. Auf Heldes Parzellen wachsen über dreißig verschiedenen Pflanzen, aufgeteilt in Flach-, Tief- und Feinwurzler, die ein- oder mehrjährig blühen und alle drei bis fünf Jahre neu eingesät werden. Darunter befinden sich beispielsweise Kleesorten wie Luzerne und Gelber Steinklee, Phacelia (als Bienenweide) oder Kräuter wie Wilde Möhre. Sie alle locken zahlreiche Nützlinge an, die zu natürlichen Gegenspielern im Kampf gegen Schädlinge werden. Denn chemisch-synthetische Substanzen oder mineralische Düngemittel sind im ökologischen Weinbau tabu, stattdessen werden die Abwehrkräfte der Pflanzen mit Wasserglas (Natriumsilikat) gesteigert und Pilzkrankheiten zum Beispiel mit Ackerschachtelhalmtee sowie homöopathischen Dosen Kupfer und Schwefel behandelt.

Die wertvollen Inhaltsstoffe und Eigenschaften von Wildpflanzen und Heilkräutern macht man sich im Weingut Helde übrigens gleich doppelt zunutze. Norbert Heldes Frau Bernadette Bächle-Helde sammelt sie in den Rebbergen, auf Wiesen und im Garten, trocknet sie in der eigenen Kräuterwerkstatt und zaubert daraus verschiedene Teemischungen, die je nach Zusammensetzung anregen, stärken, entspannen, beruhigen oder heilen. Im „Winzertee“ etwa finden sich Rotklee, Honigklee, Pfefferminzblätter, Scharfgarbenkraut, Goldrute und Dost, im „Vulkan-feuer“ Melisse- und Himbeerblätter, Holunderblüten, Ringelblume und Rose.

Doch zurück in die Rebberge. Beste Voraussetzungen für komplexe und terroirbetonte Weine bietet das Kaiserstühler Vulkangestein mit seiner fruchtbaren Lössschicht, für ein gedeihliches Wachstum sorgt das trockene und warme Klima der Region, die zu den sonnenreichsten Gegenden Deutschlands zählt. Doch maßgeblich beeinflusst wird die Qualität vom Winzer selbst. Für Norbert Helde steht nicht Masse, sondern Klasse im Vordergrund. Deshalb setzt er auf den ertragsreduzierten Rebschnitt, der kleinere, dafür aber gehaltvollere Trauben hervorbringt. Bei der Ernte wird die volle Reife abgewartet, die Lese erfolgt in mehreren Durchgängen in zeitaufwändiger Handarbeit.

Genauso behutsam und schonend wie bei Anbau, Pflege und Ernte wird beim Ausbau im gutseigenen Keller vorgegangen. Nach der schonenden Pressung vergärt der reine Traubenmost mit seiner natürlichen Hefe in hygienischen Edelstahlfässern. Dadurch kann der Einsatz von Schwefeldioxid zur Konservierung auf ein Minimum reduziert werden. Zur Klärung werden ausschließlich pflanzliche Mittel eingesetzt, weshalb sich Heldes Weine auch mit dem Vegan-Siegel schmücken dürfen. Die Lagerfähigkeit liegt je nach Jahrgang bei drei bis zehn Jahren. In aller Regel werden die Flaschen jedoch relativ schnell entkorkt – denn der Inhalt hält, was er verspricht: Feinfruchtige, aromatische und charakterstarke Tropfen, harmonisch in der Säure abgestimmt. Weine mit Ausstrahlung eben.

Die hohe Bioqualität, die unverfälschten Genuss garantiert, findet sich auch im übrigen Produktsortiment wieder, das vom Secco (deutscher Perlwein) über die Winzersekte, die nach Champagnerart vergoren werden, dem alkoholfreien Sekt „Rote Perlen“ und verschiedenen Fruchtsäften bis hin zu Likören und Edelbränden reicht. Letztere werden nicht nur aus Trauben und klassischen Obstsorten hergestellt, sondern auch aus alten Streu- und Wildobstbeständen.

 

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Ökologisches Wein- & Sektgut
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